U16-Basketballer vom DBV verlieren und legen Protest ein

Charlottenburg. Die U16-Basketballer vom DBV Charlottenburg haben unter äußerst unglücklichen Umständen ihr Gastspiel in der Relegation zur Jugend Basketball Bundesliga (JBBL) bei den DBV JBBL1 Chemnitz WebUni-Riesen Leipzig verloren. Mit einer 63:73-Niederlage im Gepäck musste der DBV am Sonntag, 6. März die Heimreise antreten. Doch ob dieses Spiel überhaupt gewertet werden wird, muss sich noch zeigen. Denn der DBV hat Protest eingelegt.
„Es gilt die Regel, dass man in der U16 eine Mann-Mann-Verteidigung spielen muss. Man darf keine Raumdeckung spielen“, erläuterte DBV-Coach Reza Ghasseminia den Protest. „Und das hat Leipzig in unseren Augen getan. Jetzt müssen wir Videos an die Liga schicken und hoffen, dass dem Protest stattgegeben wird.“ Doch unabhängig davon lief an diesem Sonntag so ziemlich alles gegen den DBV. Entsprechend begann Reza Ghasseminia das Interview mit den Worten: „Was für ein Tag!“ Zunächst waren dem Coach mit Marc Friederici, der an einer Entzündung am Fuß laboriert, und Stefan Kljajic, der beim letzten Spiel umgeknickt war, erneut zwei Leistungsträger ausgefallen.

Dann hatte der DBV Pech mit dem Kampfgericht, das immer wieder Probleme mit der Uhr hatte, den Spielrhythmus dadurch massiv störte und von den Schiedsrichtern sogar ausgetauscht werden musste. „Wenn man nur das Spiel als Maßstab nimmt, dann war Leipzig keinen Deut besser. Allerdings hatten sie eine Dreierquote von unglaublich guten 46 Prozent. Und wir hatten eine unterirdische Freiwurfquote von nur 23 Prozent. Normalerweise werfen wir 60. Und das hat letztlich den Ausschlag gegeben.“ Dennoch attestierte der Coach seinem Team eine ordentliche Leistung und enormen Kampfgeist. Die besten Schützen auf Seiten der Berliner waren Vincent John Friederici mit 15, sowie Philipp Henry Czerr und Joshua Meck mit jeweils 14 Punkten.
Zu allem Überfluss triumphierten am Sonntag auch noch die Oettinger Rockets aus Gotha, der ernsthafteste Kontrahent des DBV um den zweiten Platz in der Relegation, der zum direkten Klassenerhalt berechtigt, bei den Piraten aus Hamburg. „Und als ich das dann am Sonntagabend hörte, habe ich noch einmal gedacht: Was für ein Tag!“
Und dennoch ist Reza Ghasseminia absolut zuversichtlich, dass die Mission Klassenerhalt gelingen wird. Richtungsweisend dürfte dafür das kommende Wochenende sein, an dem zwei Heimspiele in der Sporthalle Charlottenburg anstehen: Am Sonnabend, 11. März kommt es von 14 Uhr an zum direkten Duell mit den Oettinger Rockets Gotha, bevor es am Sonntag, 12. März von 12 Uhr an gegen die Science City Jena gehen wird. „Wenn wir diese beiden Spiele gewinnen, ist Platz zwei und damit der direkte Klassenerhalt noch möglich. Und sollten wir tatsächlich die Play-Downs gegen den Abstieg spielen müssen, ist mein Team dennoch und tatsächlich stark genug, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Ich bin absolut optimistisch.“