Ausnahmeboxerin Sophie Alisch hat große Ziele

Tiergarten. Die 15-jährige Sophie Alisch bereitet sich zurzeit auf ihre erste Europameisterschaft vor. Die in Tiergarten wohnhafte Ausnahmeboxerin hat für die Titelkämpfe der Junioren in Sofia vom 2.Alisch1 Web bis 10. Juli nur ein Ziel: U17-Europameisterin werden!
„Ich freue mich schon jetzt riesig auf diese EM und fahre dorthin um Gold zu holen“, sagt sie ganz selbstbewusst. Zur Erinnerung: Erst vor drei Jahren hat Sophie mit dem Boxsport begonnen und wurde im letzten Jahr mit einer Sondergenehmigung vom Deutschen Boxverband startend Deutsche Meisterin der U19. Zwei Mal täglich und bis zu sechs Mal in der Woche arbeitet Sophie an ihrem großen Ziel. Fünf Mal in der Woche trainiert sie in der Steglitzer Sportschule Rahn in der Nicolaistraße mit ihrem Heimtrainer Alexander Wopilow, von dem Sophies Papa Michael sagt, er sei einer der besten Amateurtrainer weltweit.
Zwischendurch fährt Sophie aber auch immer wieder in den Bundesstützpunkt nach Schwerin, um mit Stützpunkttrainer Andy Schiemann zusammen zu arbeiten und mit international renommierten Sparringspartnerinnen aus Schweden, Polen und Irland in den Ring zu steigen. „Wenn ich international boxe, ist das noch einmal etwas ganz anderes als gegen deutsche Gegnerinnen zu kämpfen. Und da meine Kontrahentinnen beim Sparring durchweg Erwachsene sind, habe ich überhaupt keine Bedenken, auch bei der EM bestehen zu können.“

Beim Berliner SV 92 lebt man von der herausragenden Nachwuchsarbeit

Kalden1 WebSchmargendorf. Christian Kalden ist Abwehrspieler beim Berliner SV 92 und mit seinem Team soeben in die Fußball-Bezirksliga aufgestiegen. Darüber hinaus arbeitet der 33-jährige, zweifache Familienvater als selbstständiger Osteopath und steht zudem kurz davor, sein Medizinstudium abzuschließen. Und als sei das alles noch nicht genug, ist Kalden seit zwei Monaten Vorsitzender der Fußballabteilung beim BSV. Sportjournalist Michael Nittel sprach mit Kalden über den jüngsten sportlichen Erfolg, die Ziele des BSV und über Mehrfachbelastungen.

Nun haben Sie den Aufstieg ausgerechnet im Jahr Ihres 125-jährigen Bestehens geschafft. Ein schöneres Geschenk hätten Sie sich selbst nicht machen können, oder?

Christian Kalden: Absolut! Das ist wie gemalt. Wir waren im letzten Jahr schon kurz davor, aufzusteigen. Aber vielleicht sollte es tatsächlich erst in diesem, unserem Jubiläumsjahr so weit sein.

Mit 33 Jahren einer Abteilung vorzusitzen ist eher die Ausnahme. Wie kam es dazu?

Christian Kalden: Im Vorstand war ich zwei Jahre lang schon als Geschäftsführer aktiv. Und da unser letzter 1. Vorsitzender, Matthias Ripken, aus beruflichen Gründen kürzer treten wollte, hat man mich gefragt. Und nach Rücksprache mit meiner lieben Gattin habe ich mich entschieden, zur Wahl anzutreten.

Haben Sie kurzzeitig nicht mal gedacht, dass das alles – Selbstständigkeit, Studium, Spieler, Abteilungsleiter, Familienvater – zu viel werden könnte?

Christian Kalden: Nein. Meine Frau nimmt mir wirklich viel ab – und dafür bin ich sehr dankbar. Und bei uns im Verein liegt die Last nicht allein auf meinen oder nur ein paar, sondern auf ganz vielen Schultern. Wir arbeiten im Vorstand ganz eng zusammen. Und auch das Engagement vieler Spieler ist wirklich großartig. Hier kann man tatsächlich noch von der großen Familie sprechen, in der jeder jedem hilft.

FairPlayTrainer leisten wichtige Arbeit in Präventionsprojekt

Berlin. Das Präventionsprojekt „Junger Fußball in Berlin – keine Drogen, keine Gewalt“, initiiert vom Tannenhof Berlin-Brandenburg, ist am 13. Mai mit einem Aktionstag in Neukölln in sein FairPlay1 WebJubiläumsjahr gestartet. Diesen Event mit seiner einzigartigen Mischung aus Workshop und Fußballturnier gibt es nun schon seit zehn Jahren. Ihren ersten Einsatz hingegen hatten die beiden neuen FairPlayTrainerinnen Kaya Triebler und Antje Höhne.
Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 15 Jahren treffen sich im Rahmen dieses Projektes zum Kicken, diskutieren zunächst mit den FairPlayTrainern in den Workshops aber über Themen wie ein vernünftiges Miteinander auf und neben dem Fußballplatz, Respekt und Fairplay sowie über den Missbrauch von Alkohol und Drogen. Sport- und alltagsnahe Deeskalationswege werden aufgezeigt und geübt. Das Besondere beim anschließenden Fußballspiel: Nicht nur für Siege, sondern auch für Fairplay gibt es Punkte. Die FairPlayTrainer werden übrigens eigens für dieses Projekt und die Durchführung so eines Workshops ausgebildet.

1. FC Lübars wird Saison im Tabellenmittelfeld beenden

Lübars. Der 1. FC Lübars, im letzten Sommer erst aus der Fußball-Landesliga abgestiegen, wir die Saison in der Bezirksliga im Tabellenmittelfeld beenden. Und obwohl man an der Luebars1 WebSchluchseestraße zu Saisonbeginn insgeheim auf eine direkte Rückkehr in die Landesliga gehofft hatte, ist man bei den Grün-Weißen nicht wirklich unzufrieden.
„Ich denke, dass es unsere noch sehr junge Mannschaft über weite Strecken der Saison wirklich gut gemacht hat. Was uns letztlich gefehlt hat, das war Kontinuität in den Leistungen – aber das ist bei einem so jungen Team doch völlig normal“, lautete die Bilanz vom 1. Vorsitzenden Michael Reinke. Ein gutes Beispiel für richtig starke Auftritte der Lübarser in dieser Saison war das letzte Heimspiel am 21. Mai, als der 1. FC den Tabellenzweiten FC Brandenburg 03 beim 0:0-Remis am Rande einer Niederlage hatte, aber beste Torchancen nicht verwerten konnte. „Das war ein wirklich tolles Spiel unseres Teams. Und das, obwohl wir sieben Jungs auf dem Platz hatten, die im letzten Jahr noch in der A-Jugend gekickt haben“, freute sich Reinke. Aber es gab auch schwache Spiele, so dass die Bilanz von zehn Siegen, sechs Remis und elf Niederlagen letztlich den Leistungsstand der Lübarser über die Saison gesehen doch ganz gut widerspiegelt.

Remis reicht für Rückkehr in die Landesliga

Charlottenburg. Der FC Brandenburg 03 hat sich vorzeitig den Aufstieg in die Fußball-Landesliga gesichert: Am viertletzten Spieltag der Saison genügte den Spielern um Coach Tuurjalai Zazai ein B03 1 Web0:0 beim 1. FC Lübars, da Verfolger FC Liria beim TSV Lichtenberg deutlich mit 1:5 unterlag.
„Ich freue mich riesig über den Aufstieg – für mich, mein Team, unseren Vorstand“, äußerte sich ein glücklicher Coach kurz nach der Partie auf dem Sportplatz an der Lübarser Schluchseestraße am Sonntag, 21. Mai. Immerhin war es für Zazai das erste Jahr als hauptverantwortlicher Trainer. „Natürlich war das heute kein gutes Spiel von uns. Aber die Saison war hart und die Wetterbedingungen waren heute nicht einfach. Und man hat auch gemerkt, dass die Spannung bei den Spielern aufgrund unseres großen Punktevorsprungs vielleicht nicht so war, wie sie es hätte sein sollen. Aber egal: Wir haben nur noch einen Punkt gebraucht – den haben wir geholt. Also bin ich zufrieden.“
Mit 17 Siegen, neun Unentschieden und nur einer einzigen Niederlage rangiert der FC Brandenburg 03 in der Tabelle drei Zähler hinter Spitzenreiter Club Italia und wird der Häßler-Truppe in die Landesliga folgen.