Aufsteiger Frohnauer SC freut sich auf die Landesliga

Frohnau. Fragt man die Konkurrenz, dann wird der Frohnauer SC, in diesem Sommer erst in die Fußball-Landesliga aufgestiegen, mitunter tatsächlich als Geheimfavorit gehandelt. Darüber kann Gundlach2 WebCoach Olaf Jahn aber nur müde lächeln.
„Na klar, Aufstiegskandidat – das ist natürlich totaler Quatsch“, sagt Jahn, der den Frohnauer SC schon zu Berlin-Liga-Zeiten betreut hatte, bevor man in der Saison 2011/12 äußerst unglücklich abgestiegen war. „Wenn ich die Teams in unserer Staffel betrachte, dann kann ich auf Anhieb keine drei Vereine benennen, die von Hause aus schlechter sind als wir – und das ist, so denke ich, eine realistische Einschätzung.“ Und da man nun mal drei Teams hinter sich lassen muss, um nicht abzusteigen, ist das primäre Saisonziel des Aufsteigers klar umrissen: „Unser Minimalziel ist der Klassenerhalt! Ich denke, dass wir diesen aufgrund unserer Qualität auch schaffen werden. Und alles andere, was so erzählt wird, ist nicht unser Thema.“
Fakt ist: Das Team der Frohnauer ist jung und talentiert und kann immer wieder auf junge Spieler setzen, die aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in den Kader der 1. Herren schaffen: Im letzten Jahr holte Jahn bereits eine Hand voll Jungs aus der eigenen A-Jugend, die er damals noch selbst trainiert hatte, ins Herrenteam. Und auch in diesem Sommer haben wieder vier Nachwuchskicker den Sprung geschafft. Zwar verließen mit Alex Popescu (Oranienburger FC) und Florian Venz (BSC Glienicke) zwei Spieler den Klub, die Jahn gern gehalten hätte. Dafür haben die Frohnauer aber – neben den Kickern aus dem eigenen Nachwuchs – auch neue Spieler verpflichten können.

1. FC Wilmersdorf hat nach Abstieg aufgerüstet

Wilmersdorf. Wenn am kommenden Wochenende die neue Saison in der Fußball-Landesliga beginnt, dann dürfen die Fans vom 1. FC Wilmersdorf zu Recht darauf hoffen, endlich wieder Robben1 Webattraktiven und erfolgreichen Fußball im Volkspark zu sehen. Denn der Absteiger aus der Berlin-Liga geht als einer der Topfavoriten in die neue Spielzeit.
Nach drei schwachen Jahren in Berlins höchster Spielklasse, in denen der 1. FC zweimal als 14. in der Abschlusstabelle dem Abstieg nur knapp entronnen war und einer mehr als verkorksten letzten Saison, die nach nur fünf Siegen, zwei Remis und 27 Niederlage mit dem Abstieg endete, scheint man nun wieder an die erfolgreichen Jahre 2007 bis 2014 anknüpfen zu können: In dieser Zeit hatte man sowohl in der Landesliga als auch in der Berlin-Liga immer nur Topplatzierungen hingelegt.
Ein Grund für diesen Optimismus ist die Tatsache, dass man mit nur drei Abgängen den im Winter 2016/17 stark veränderten Kader nahezu beisammen halten konnte und glücklicherweise und trotz des Abstieges an Trainer Mustafa Öner festgehalten hat. Unter Öner hatte die Mannschaft in der Rückrunde eine Entwicklung genommen, die letztlich zwar nicht zu mehr Punkten geführt, aber in fast jedem Spiel gezeigt hatte: der 1. FC ist dran.

Drei Charlottenburger Teams starten in der Landesliga

Charlottenburg. Für drei Teams aus Charlottenburg beginnt am kommenden Wochenende die neue Saison in der Fußball-Landesliga. Und obwohl mit dem Club Italia und dem FC Brandenburg 03 Simon Böhm1 Webzwei Aufsteiger darunter sind, ist allen drei Teams einiges zuzutrauen.
Der SC Charlottenburg und der FC Brandenburg 03 treten in der Landesliga, Staffel 2 an, die von zahlreichen Experten als die qualitativ vermutlich etwas stärkere Staffel eingeschätzt wird. Doch ob dem tatsächlich so sein wird, werden wohl erst die ersten Wochen zeigen.
Tuurjalai Zazai bleibt in jedem Fall Trainer bei Brandenburg 03 und darf sich über ein paar Neuzugänge freuen: Unter anderem wechselten die Abwehrspieler Enes Cabuk (TSV Mariendorf) und Kenney Sey (Friedenauer TSC) zu den Rot-Weißen. Und für den Angriff konnte man Jan Julius Herzberg (FC Internationale) verpflichten. Allerdings war es auch notwendig, mindestens einen neuen Stürmer zu holen. Denn mit Simon Böhm haben die 03er nicht nur ihren besten Stürmer, sondern einen der besten und talentiertesten Angreifer im Berliner Amateurfußball verloren: Mit 35 Treffern in der letzten Saison war Böhm maßgeblich für den Aufstieg des FC verantwortlich. Der 18-Jährige ist zu der U23 des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg gewechselt und hat im dortigen Regionalligateam schon Einsatzzeit erhalten. Doch unabhängig davon backt man bei den 03ern keine kleinen Brötchen – zumindest, solange der Chefcoach Zazai heißt: „Egal, in welcher Liga ich antrete – ich will immer vorn mitspielen“, hatte der Coach unlängst verlauten lassen.

Von den Leiden eines Fußball-Präsidenten

Lübars. Interviews bekommen manchmal eine ganz eigene Dynamik. So auch das Gespräch mit Michael Reinke, seines Zeichens Vorsitzender beim 1. FC Lübars und Vorsitzender der AG 1.FCL1 Vorbereitung WebReinickendorfer Fußballvereine, am Rande des Bezirkspokals am 29. Juli.
„Die ersten Wochen in der Saisonvorbereitung haben gezeigt, dass unser neuer Trainer Thomas Heim eine ganz eigene Handschrift besitzt und unserem Team schon seinen Stempel aufgedrückt hat. Das sah schon ganz gut aus“, freute sich Reinke, während parallel das Gruppenspiel seines Teams gegen den Nachbarn Wittenauer SC Concordia angepfiffen wurde.
Am Sonntag, 20. August beginnt für den 1. FC, im letzten Jahr aus der Landesliga abgestiegen, die neue Saison in der Bezirksliga mit einem Heimspiel gegen den SC Teutonia II. Und eigentlich hatte sich Reinke gewünscht, in dieser Spielzeit wieder ganz vorn angreifen zu können. Doch auch in Lübars muss man sich den Realitäten stellen. „Leider ist es so, dass durch den Abgang unseres alten Trainers Benno Schaller auch zahlreiche Spieler gegangen sind, so dass wir wieder einmal nahezu ein komplett neues Team formieren müssen. Und da das Transferfenster noch bis zum 31. August geöffnet ist, steht selbst so kurz vor dem Saisonstart noch immer nicht fest, mit welchen Spielern wir letztlich in die Saison gehen werden.“

Füchse gehen personell verändert in neue Saison

Reinickendorf. Am Sonntag, 13. August beginnt auch für die Füchse Berlin die neue Spielzeit in der Berlin-Liga. Das Ziel der Truppe vom Freiheitsweg: Nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Füchse Vorbereitung WebGünstigenfalls strebt man sogar ein Platz im sicheren Tabellenmittelfeld an. In jedem Fall möchte man aber besser abschneiden als in der Vorsaison, als man auf Platz 14 eintrudelte.
„Es ist immer gut, so früh wie möglich in einer Saison genug Punkte auf dem Konto zu haben, um gar nicht erst in Abstiegsgefahr zu geraten“, erklärte Guido Perschgk, der sich mit Frank Schaaf die Aufgaben des Teammanagers teilt. „Und dann ist es für uns natürlich auch sehr wichtig, den nächsten Schritt in der Entwicklung zu machen.“
Eigentlich wollte man im Lager der Füchse in diesem Sommer wenig personelle Wechsel vornehmen. Da aber eine Hand voll Abgänge zu verzeichnen sind, mussten entsprechend auch ein paar neue Spieler verpflichtet werden: Mit Nick Przesang haben die Füchse einen wichtigen Akteur an den Landesligisten Frohnauer SC verloren. Torwart André Thielmann wechselte ebenfalls in die Landesliga zum TSV Mariendorf. Auch Maximilian Weyer (SV Tasmania) und Philip Januschowski (FSV Bernau) haben die Füchse verlassen.