Wittenauer SC spielt bis dato starke Saison

Wittenau. Der Wittenauer SC Concordia hat sich durch den 2:1-Erfolg am 19. November im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga bei Hilalspor in Kreuzberg endgültig in der Spitzengruppe der Acar WebTabelle festgesetzt. Doch an einen möglichen Aufstieg in die Berlin-Liga verschwendet man in Wittenau auch nach dem elften von insgesamt 30 Spieltagen keinen ernsthaften Gedanken.
„Ja, wir machen so unsere Späße – und das Ganze mit sehr viel Selbstironie“, verrät der 1. Vorsitzende Holger Seidel. „Wir freuen uns natürlich riesig, dass wir Mannschaften wie Hilalspor nicht nur ärgern, sondern auch schlagen können. Und der dritte Tabellenplatz ist wirklich großartig. Aber wir wissen sehr gut, wo wir herkommen und was wir zu leisten im Stande sind.“ Seidel lobt die Arbeit der Trainer Karsten Steffan und Ronny Hübner und das Engagement der gesamten Mannschaft. Jedoch: „Man muss ehrlich sein und attestieren, dass viele Spiele, die wir gewonnen haben, auch anders hätten ausgehen können. Wer die Partie gegen Hilalspor gesehen hat, kann vermutlich noch immer nicht glauben, dass wir dieses Spiel gewonnen haben.“ In der Tat: Die fußballerisch bessere Mannschaft, nämlich Hilaspor, erspielte sich zahllose hochkarätige Torchancen – kampfstarke Wittenauer verließen am Ende aber als Sieger das Feld. „Andere Teams haben vielleicht mehr Talent. Aber unsere Jungs hauen sich von der ersten bis zur letzten Minute rein. Und wir stehen defensiv richtig gut. Zudem ziehen alle mit: Zuletzt waren 24 Mann beim Training – und das an einem Dienstag im November. Ich glaube, das gibt es in der Landesliga nicht allzu oft“, resümiert Seidel.

Hellas bleibt trotz Sieg noch hinter Erwartungen zurück

Charlottenburg Nord. Die Spielvereinigung Hellas-Nordwest hat das Duell der Tabellennachbarn in der Berlin-Liga souverän für sich entschieden. Mit 4:1 (3:1) gewann die Truppe um Trainer Kenan Hellas Bilanz WebArayici am 18. November gegen den BSV Al-Dersimspor und zog in der Tabelle an den Kreuzbergern vorbei.
Mann des Spiels auf dem Sportplatz am Heckerdamm war Kemal Akar, der mit seinem Dreierpack entscheidenden Anteil am hochverdienten Erfolg seines Teams hatte. Den vierten Treffer für Hellas zum zwischenzeitlichen 2:0 hatte Okan Isik erzielt. Hüsejin Ali Kaloglu konnte mit seinem Tor für Dersimspor lediglich Ergebniskosmetik betreiben.
Mit nun mehr vier Siegen, einem Unentschieden und sieben Niederlagen kletterte Hellas in der Tabelle auf Platz zwölf, bleibt letztlich aber hinter den Erwartungen vieler Experten zurück, die die prominent besetzte Mannschaft stärker eingeschätzt haben. Auch Coach Arayici hatte seinem Team attestiert, aufgrund seiner Erfahrung und seiner spielerischen Qualität mindestens auf einem gesicherten Platz im Tabellenmittelfeld zu landen. Immerhin hatte Hellas im Sommer nicht weniger als sechs Spieler aus der Oberliga verpflichtet. Zuletzt stieß mit Mert Akbal vom Ligakonkurrent SV Tasmania ein weiterer Akteur hinzu, der auch richtig gut Fußball spielen kann.

SCC scheidet aus dem Pokal aus

Westend. Der SC Charlottenburg hat sein erstes Pflichtspiel der Saison verloren und ist in der dritten Runde aus dem Berliner Pilsner-Pokal ausgeschieden: Nach einem dramatischen Spiel SCC1 Barz Webmusste sich der SCC am 12. November nach 120 spektakulären Minuten und einem hochspannenden Elfmeterschießen mit insgesamt 16 Elfmetern letztlich mit 9:10 dem 1. FC Novi Pazar Neukölln geschlagen geben.
Arafa El-Moghrabi hatte die Gastgeber auf dem Jubiläumssportplatz an der Bergiusstraße in Neukölln mit 2:0 in Front gebracht, bevor Felix Bieder und Sebastian Seidel noch vor der Pause für den SCC ausgleichen konnten. Nach dem Wechsel nutzte Phil Gries einen Patzer von Neuköllns Torwart Nana Martial Thomas Djigou und brachte die Charlottenburger in Front. Der Schlussmann vom 1. FC war auf dem Kunstrasenplatz ausgerutscht – übrigens nicht zum ersten Mal an diesem Tag. Und der Ball trudelte über Djigou hinweg ins Netz. Doch die unermüdlichen Gastgeber wurden erneut durch El-Moghrabi und dem 3:3 belohnt. Fortan war beiden Mannschaften anzumerken, dass sie keine Lust auf eine Verlängerung hatten und munter auf die Entscheidung drängten: Während die Neuköllner dabei insbesondere nach Standardsituationen stark waren – Nadim Zeitoun scheiterte mit einem Kopfball im Anschluss an eine Ecke, El-Moghrabi mit einem satten Freistoß – war der SCC bei Kontern stets gefährlich: So scheiterte Seidel kurz vor dem Ende in aussichtsreicher Position.

Berliner SC erreicht Achtelfinale im Pokal

Grunewald. Der Berliner SC hat souverän das Achtelfinale im Berliner Pilsner-Pokal erreicht: Die Truppe um Coach Wolfgang Sandhowe setzte sich am 11. November auf dem heimischen S.Rogoli3 WebHubertussportplatz gegen den Bezirksligisten BSV Grün-Weiß Neukölln mit 4:0 durch.
Die Treffer für den Berlin-Ligisten erzielten Dominique Leitner und Sascha Jahnke vor der Halbzeit, Ricky Djan-Okai und Routinier Salvatore Rogoli trafen nach der Pause. Damit reitet der BSC weiterhin auf der Erfolgswelle: Mit drei Siegen im Pokal sowie acht Erfolgen, zwei Remis und zwei Niederlagen in der Liga steht der BSC so gut da, wie schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr. Und während man im Pokal natürlich immer auf das Losglück angewiesen ist, um möglichst weit zu kommen, hat der BSC in der Berlin-Liga mit den bis dato gezeigten Leistungen und Tabellenplatz drei nachdrücklich bewiesen, dass man mit den Topteams der Liga mithalten kann.
Entscheidend für den bisherigen Erfolg ist die großartige Personalpolitik der Truppe vom Grunewald: Mit Salvatore Rogoli vom SV Tasmania konnte man einen sehr erfahrenen und spielstarken Strategen verpflichten, der das Tempo bestimmt und damit Lenker und Denker im Spiel des BSC ist. Mit Ricky Djan-Okai vom SV Altlüdersdorf und Damantang Camara vom SD Croatia wurden zwei Stürmer verpflichtet, die wissen, wo das Tor steht: Djan-Okai konnte bereits zehn, Camara immerhin schon acht Treffer erzielen. Mit Mateusz Mika, der im Sommer vom BFC Preussen kam, und Stefan Maus verfügt der BSC zudem über das vermutlich beste Torhüterduo der gesamten Liga. Beide wären vermutlich in nahezu jedem anderen Berlin-Liga-Team Stammtorwart. Während Mika bislang zwischen den Pfosten stand, durfte Maus im Pokal, gegen Grün-Weiß Neukölln ran.

Sport im Park zieht Bilanz und blickt voraus

Reinickendorf. Mit einer großen Abschlussveranstaltung am 28. Oktober sowie den sportlichen Angeboten „ Spiel Dich fit!“ und „Rückenfit“ am 31. Oktober ist das Projekt „Sport im Park“ offiziell Sport im Park Bilanz Webbeendet worden. Oder sollte man besser sagen: Die erste Saison des Projektes ist beendet. Denn es werden zurzeit intensive Verhandlungen über eine Fortsetzung geführt. Und dabei haben alle Seiten – sowohl die durchführenden Vereine als auch der Zuwendungsgeber – sehr großes Interesse bekundet, dass das Projekt im Jahr 2018 nicht nur fortgeführt, sondern sogar ausgebaut werden soll.
„Zunächst einmal sind wir mit der Resonanz in den letzten vier Monaten sehr, sehr zufrieden“, freut sich Projektleiterin Stephanie Panzig. „Zwar hat das Wetter in diesem Sommer nicht immer mitgespielt – aber das hat glücklicherweise nur wenige abgeschreckt.“ Rund 5000 Menschen haben das vom TSV Berlin-Wittenau, dem VfL Tegel und dem VfB Hermsdorf initiierte, vom Berliner Senat und der AOK Nordost finanzierte Projekt mit seinen 30 sportlichen Angeboten in den Monaten Juli bis Oktober besucht. Der Zulauf auf der Rathauswiese am Rathaus Reinickendorf sei sehr groß gewesen – auf der Festwiese an der Calauer Straße im Märkischen Viertel hätte man sich indes den einen oder anderen Interessierten mehr gewünscht.