Korbjäger Levent Yer nicht nur mit dem Basketball top

Lichterfelde. Levent Yer wurde bereits mit der U14 des TuS Lichterfelde Deutscher Meister. Heute spielt der 18-jährige Aufbauspieler mit den AB Baskets, einer Kooperation aus TuSLi, DBV Levent Yer1 WebCharlottenburg und RSV Eintracht Stahnsdorf, in der U19 Bundesliga und ist dort ein Leistungsträger. Parallel bekommt er in Stahnsdorf auch schon in der 2. Bundesliga der Herren seine Einsatzzeit. Doch Basketball ist nicht alles: Der Abiturient, der das Schul- und Leistungssportzentrum in Hohenschönhausen besucht, möchte Politikwissenschaft in Kombination mit Soziologie oder Volkswirtschaftslehre studieren und ist maßgeblich an einem Basketballprojekt für Flüchtlinge beteiligt, das seit diesem Sommer im ICC durchgeführt wird. Sportjournalist Michael Nittel sprach mit dem gebürtigen Berliner über sportliche Ziele und sein soziales Engagement.

Sie sind als 13-Jähriger von ALBA zum TuS Lichterfelde gewechselt. Was waren Ihre Gründe?

Levent Yer: Ich fand die Trainer Daniel Langner und Christian Arlt, die damals die U14 vom TuS Lichterfelde trainiert haben, einfach super. Ich habe viel von ihnen gelernt und mich – so denke ich – auch sehr gut entwickelt. Ganz generell stand und steht der Basketball in Lichterfelde ohnehin seit Jahren dafür, immer wieder Jugendspieler hervorzubringen, die sich später im Profibereich durchsetzen. Und das war für mich schon immer sehr attraktiv.

Hertha 03 strebt Aufstieg in die Regionalliga an

Zehlendorf. Hertha 03 Zehlendorf überwintert in der Fußball-Oberliga mit 24 Punkten auf Platz sechs und bleibt dennoch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Dass der Vertrag des bisherigen Schatte Web kleinTrainers Markus Schatte aufgelöst worden ist und er ab dem 1. Januar durch den bisherigen U17-Coach Alexander Arsovic ersetzt werden wird, hat damit allerdings nur bedingt etwas zu tun.
„Es ist richtig, dass wir mit der Hinrunde nicht vollends zufrieden sind“, erklärte Teammanager Timo Steinert. Ein schwacher Saisonstart, fehlende Konstanz, aber auch das Verletzungspech seien die ausschlaggebenden Gründe, dass das Team dem ausgegebenen Saisonziel, die 60-Punkte-Marke zu knacken, hinterher hinke. Exemplarisch für die Verletzungssorgen nannte Steinert Innenverteidiger Dennis Dombrowe, der die komplette Hinrunde ausgefallen war. „Qualitativ war unser Kader aber gut genug aufgestellt, um die Ausfälle theoretisch kompensieren zu können. Praktisch ist uns dies aber leider nicht gelungen.“ Besonders bitter auch das erneute Ausscheiden im Pokal gegen einen Berlin-Ligisten. „Natürlich wollten wir im Pokal überwintern und das Maximale erreichen. Auch deshalb war das Aus enttäuschend. Man muss aber auch sagen, dass Tasmania, ebenso wie der BFC Preussen im Vorjahr, keine typischen unterklassigen Gegner waren, sondern fußballerisch sehr starke Teams. Aber dennoch hätten wir auch dieses Spiel gewinnen müssen – diesen Anspruch haben wir an uns selbst“, stellte Steinert ohne Umschweife klar. Unabhängig vom bisherigen Abschneiden bescheinigte Steinert dem scheidenden Coach eine großartige Arbeit: „Markus Schatte hat in den letzten zwei Jahren sehr viel bewirkt. Er hat die Mannschaft auf ein fußballerisches Niveau gehoben, wie es in der Oberliga kaum zu finden ist.“

Berliner SC geht mit Siegesserie in Winterpause

Grunewald. Für die Fußballer vom Berliner SC kommt die Winterpause zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Mit vier Siegen in Folge, darunter auch der 1:0-Erfolg im Pokal über den Oberligisten BSC1 Arnst WebTennis Borussia Berlin, sind die Kicker von der Hubertusallee in den wohl verdienten Weihnachtsurlaub gegangen.
„Wir haben im Dezember tatsächlich das Optimum herausgeholt und können deshalb zu Recht von einem sehr versöhnlichen Jahresabschluss sprechen“, freute sich BSC-Coach Andreas Weiß über die jüngsten Erfolge. „Diese Ergebnisse hat sich die Mannschaft hart erarbeitet und deshalb auch redlich verdient. Wirklich schade, dass jetzt die Pause kommt.“ Mit sieben Siegen, drei Remis und sieben Niederlagen überwintert der BSC in Berlins höchster Spielklasse mit 24 Punkten auf Platz neun. „Ein einstelliger Tabellenplatz war und ist unser Minimalziel. Deshalb ist es schön, dass wir ihn schon mit dem Ende der Hinrunde erreicht haben.“ Mit Schlussmann Stephan Maus, den Coach Weiß für einen der besten Berlin-Liga-Torhüter hält, Kapitän Louis Arnst, der mittlerweile auch in der Innenverteidigung aufläuft und den sein Trainer als „Anker in der Defensive“ bezeichnet, Mittelfeldmotor Nicola Thiele und Angreifer Andre Schiller, der auch am letzten Hinrunden-Spieltag beim 4:0-Sieg über die Füchse Berlin zweimal traf und insgesamt ebenso wie Sturmkollege Stefan Gehring sieben Tore erzielt hat, verfügt der BSC über eine starke Achse.

SC Borsigwalde erhält Gütesiegel in Gold

Borsigwalde. Der SC Borsigwalde ist vom Berliner Fußball-Verband mit Unterstützung der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) am 13. Dezember für herausragende Vereinsarbeit mit dem SCB2 Guetesiegel WebGütesiegel in Gold ausgezeichnet worden. Diese Ehre wurde in diesem Jahr neben den Borsigwaldern nur noch der Hertha BSC Fußballakademie und dem SV Bucholz zuteil.
Das Gütesiegel wird an Vereine verliehen, die fest definierte Qualitätskriterien erfüllen. Hierzu zählen unter anderem die Aus- und Weiterbildung der Mitglieder, das Abstellen ausreichend vieler Schiedsrichter, die Talentförderung, Nachhaltigkeit und natürlich das soziale Engagement. „Ich gratuliere allen Vereinen zu dieser Auszeichnung. Mit dem Gütesiegel möchten wir die vorbildliche Vereinsarbeit und das uneingeschränkte Engagement dieser Vereine anerkennen“, ist Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbands, voll des Lobes. „Diesen Klubs gilt unser Dank. Und wir wünschen uns, dass weitere Vereine ihrem guten Beispiel folgen.“
Der SC Borsigwalde ist mit seinem sozialen Engagement ohnehin schon seit Jahren ganz weit vorn: So gewann der Klub im Jahr 2013 den Umweltpreis des Deutschen Fußballbundes (DFB).

Hockey-Herren vom TC Blau Weiss ringen BHC nieder

Grunewald. Die Herren vom TC Blau Weiss Berlin haben das Derby in der 1. Hallenhockey-Bundesliga beim Berliner HC für sich entschieden: Im Duell der beiden besten Berliner Hockeyteams Stahr Web kleinsetzte sich die Truppe vom Grunewald mit 6:4 (3:1) durch.
„Wow!“, war die erste Reaktion von Blau Weiss-Coach Alexander Stahr kurz nach der Partie am Sonnabend, 17. Dezember in der Sporthalle des Schadow-Gymnasiums in Zehlendorf. „Es ist ein richtig gutes Gefühl, dieses Derby – in meinen Augen – hochverdient gewonnen zu haben.“ Die Schlüssel zum Erfolg waren eine überragende Defensivleistung der Blau Weissen, ein starkes Agieren gegen die Raumdeckung des BHC sowie eine in dieser Form von einem blutjungen Blau Weiss-Team nicht zu erwartende Abgeklärtheit in einer rappelvollen Halle und einer heißen Atmosphäre. Dies war auch eine wichtige Erkenntnis für Coach Stahr: „Innerhalb von nur vier Minuten geben wir eine 4:1-Führung aus der Hand und lassen den BHC zum 4:4 ausgleichen. Aber anstatt den Kopf zu verlieren, reagiert mein Team großartig, dreht die Partie noch einmal, geht in Führung und bringt den Derbysieg sicher und souverän nach Hause.“
Vor rund 350 Zuschauern hatten Paul Dösch mit zwei Toren, Luis Gill und Felix van Dijk bei einem Gegentreffer von Anton Ebeling die Gäste mit 4:1 in Front gebracht. Zwar glich der BHC zwischen der 46. und 50 Spielminute tatsächlich noch einmal aus. Doch Florian Donnermeyer und erneut Paul Dösch sicherten Blau Weiss den erst zweiten Derbysieg gegen den BHC unter einem Hallendach.