Fußballer vom BFC Alemannia spielen eine äußerst schwache Hinrunde

Reinickendorf. Die Fußballer vom BFC Alemannia stehen in der Landesliga nach Abschluss der Hinrunde mit dem Rücken zur Aleman3 WebWand: Dem Traditionsklub fehlen schon jetzt acht Punkte zum rettenden Ufer, dem ersten Nichtabstiegsplatz.
Doch viel fataler als diese Zahl liest sich die Statistik der ersten 15 Partien: Nur zwei Spiele wurden gewonnen, bei 16 Duellen verließen die Mannen vom Wackerplatz an der Kienhorststraße als Verlierer den grünen Rasen. Mit nur 14 Treffern hat man viel zu wenig Tore geschossen – und mit 67 Gegentreffern zu viele kassiert.
„Es ist zwar eine banale Fußballweisheit. Aber wenn man keine Tore schießt und zu viele kassiert, gewinnt man unter dem Strich auch keine Spiele“, erklärt ein von den Leistungen seines Teams sichtlich genervtes Vorstandsmitglied Wolfgang Gröbe. Dabei hat der Vorstand noch in der vorletzten Woche zum letzten möglichen Mittel gegriffen und das Trainerduo Florian Widera und Christian Schwerdtner durch das Gespann Mario Kasztelan und Thomas Strödel ersetzt.

Tennis Borussia hat die Tabellenspitze im Visier

Schatte1 WebCharlottenburg. Die Fußballer von Tennis Borussia Berlin gehen als Tabellenvierter der Berlin-Liga, der höchsten Spielklasse der Hauptstadt, in die wohlverdiente Winterpause. Und obwohl die Truppe im ihren Coach Markus Schatte nicht als Topfavorit in die Spielzeit gestartet war, hat man die Tabellenspitze und damit den Aufstiegsrang fest im Blick.
Mit neun Siegen, vier Unentschieden und vier Niederlagen haben die Veilchen eine gute Hinrunde gespielt. Bis dato funktioniert er also, der äußerst schwierige Spagat zwischen einem soliden Wirtschaften und dem sportlichem Erfolg. Großen Anteil daran hat natürlich der Trainer: Markus Schatte, mit Unterbrechungen schon seit vielen Jahren für TeBe aktiv, hat es verstanden, ein Team zu formen, dass über eine gute Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Eifer verfügt. Exemplarisch dafür steht die Offensive: Mit Michael Fuß hatte man zu Saisonbeginn einen der besten Angreifer aus dem Berliner Amateurfußball des zurückliegenden Jahrzehnts nach Charlottenburg zurückgeholt. Und mal wieder ist der mittlerweile 36-jährige Offensivspieler mit 16 Treffern der Toptorjäger der Liga. Und ihm zur Seite stellte Coach Schatte in den meisten Partien den wieselflinken Hamdi Chamki, der bereits acht Tore erzielen konnte. Erst Anfang Dezember hatte Chamki seinen 25. Geburtstag gefeiert. Und auch die Defensive steht in diesem Jahr recht gut: Mit 20 Gegentreffern in 17 Partien kann man bei den Veilchen leben.

SV Tasmania überwintert in Berlin-Liga auf Platz fünf

Neukölln. Wer hätte das zu Saisonbeginn für möglich gehalten? Der SV Tasmania hat die Hinrunde in der Berlin-Liga auf einem Tas3 Webguten fünften Platz abgeschlossen. Und das, nachdem der Klub dem Abstieg in der Vorsaison nur um Haaresbreite entronnen war.
Wir erinnern uns: Am 16. Juni, dem letzten Spieltag der Vorsaison, hatten die Kicker aus dem Norden Neuköllns nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber Türkiyemspor im Abstiegskampf die Nase vorn. Dabei war man nach einem 1:1 beim SC Gatow sogar auf Schützenhilfe des VfB Hermsdorf angewiesen, der mit einer Notelf – die meisten Spieler weilten zu diesem Zeitpunkt bereits in ihrem Sommerurlaub – Türkiyemspor mit 4:2 niedergerungen hatte.
„Das war ein bisschen viel Aufregung“, erinnert sich Tasmanias langjähriger Vorsitzender Detlef Wilde. So hatte man sich die erste Saison in Berlins höchster Spielklasse nach vierjähriger Abstinenz nicht vorgestellt. Vielmehr wollte man sich im gesicherten Mittelfeld positionieren.

Leistungen des Berliner SC sorgen für unterschiedlichste Gefühle

Krueger WebWilmersdorf. Die Fußballer vom Berliner SC liegen in der Berlin-Liga hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Doch das Potential ist vorhanden – davon ist der Trainer überzeugt.
„Es ist überhaupt keine Frage, dass wir unseren selbst gesteckten Zielen hinterher hinken“, erklärt Coach Martin Krüger, der vor der Saison das Erreichen der Tabellenplätze zwei bis vier als Marschroute ausgegeben hatte. Nach Abschluss der Hinrunde liegen die Mannen von der Hubertusallee mit sieben Siegen, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen aber nur auf Platz elf und damit schon acht Zähler hinter dem anvisierten Rang vier zurück.
„Wir haben besonders gegen starke Gegner richtig gute Spiele abgeliefert und unser Potential abgerufen. Das stimmt mich zuversichtlich, weil es zeigt, was die Mannschaft eigentlich zu leisten im Stande ist.“ Exemplarisch dafür sei der 2:1-Erfolg im Berliner Pokal über den Oberligisten Lichtenberg 47 Mitte November genannt. Allerdings gab es aber auch gegen vermeintlich schwächere Gegner richtig schlechte Auftritte des BSC. „In den letzten beiden Spielen haben mich meine Jungs mit ihrer Leistung zur Weißglut gebracht“, nimmt Krüger kein Blatt vor der Mund: Gegen den Tabellenzwölften VfB Hermsdorf und gegen den SC Staaken, die mit Platz 16 den ersten Abstiegsrang belegen, gab es jeweils eine 1:2-Pleite. „In diesen Partien haben die Jungs versucht, es ausschließlich mit Fußball spielen zu richten. Doch die Grundtugenden wie Laufbereitschaft und Kampf haben sie dabei völlig außer Acht gelassen.“ Diese Spiele hätten deshalb auch gezeigt, dass der Berliner SC noch weit davon entfernt ist, eine Spitzenmannschaft zu sein.

TSV Rudow spielt eine sehr gute Hinrunde in der Berlin-Liga

Rudow. Die Fußballer vom TSV Rudow haben in der Berlin-Liga eine großartige Hinrunde absolviert. Und das, nachdem dem Team Beck2 Webum Trainer Thorsten Beck in der vergangenen Spielzeit der Klassenerhalt in Berlins höchster Spielklasse erst am letzten Spieltag gelungen war.
„Wir sind mit der Hinrunde und den Leistungen der Mannschaft sehr zufrieden“, freut sich der Trainer. Allerdings war er nach dem letzten Spiel der Hinrunde am Sonntag, 8. Dezember beim 1. FC Wilmersdorf auch ein wenig geknickt, weil sein Team innerhalb von nur 120 Sekunden eine 2:1-Führung aus der Hand gegeben und noch mit 2:3 verloren hatte. „Das Ärgerliche ist, dass wir mit einem Sieg auf Platz fünf gesprungen wären – so überwintern wir aber nur als Tabellenachter. Und das bleiben wir mindestens für die nächsten zwei Monate bis zum Start der Rückrunde. Das soll jetzt aber unsere sehr gute Hinrunde in keinster Weise schmälern.“ In der Tat: Mit acht Siegen, zwei Remis und sieben Niederlagen haben die Rudower schon jetzt zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Und das, obwohl man noch im Mai kurz vor dem Ende der letzten Saison mit dem Rücken zur Wand gestanden war und für viele Fachleute als ein sicherer Absteiger galt.
Dabei hat sich im Vergleich zur Vorsaison am Kader der Rudower kaum etwas verändert. Die Mannschaft hat sich aber weiterentwickelt, davon ist Beck überzeugt: „Früher haben wir viel mit langen Ball agiert. Heute versuchen wir, schon von hinten heraus beim Spielaufbau im wahrsten Wortsinn Fußball zu spielen. Und da haben wir – so finde ich – einen großen Schritt nach vorn gemacht.“