Spieler vom 1. FC Wilmersdorf stehen hoch im Kurs

1.FCWilmersdorf WebWilmersdorf. Nach der knapp verpassten Qualifikation für das 20. Berlin-Liga-Hallenfußballturnier in der Sporthalle Charlottenburg am 2. Weihnachtsfeiertag war die Stimmung beim 1. FC Wilmersdorf ein wenig geknickt. Schließlich hatte man den Sprung in die Endrunde durch ein äußerst dummes Gegentor im Spiel gegen den SC Staaken nur drei Sekunden vor Schluss verpasst.
„Dann feiern wir Weihnachten dieses Jahr halt zu Hause. Das ist auch mal schön“, war der erste Kommentar von Trainer Michael Michels, dem die Enttäuschung über die Art und Weise des Ausscheidens anzumerken war. Schließlich hatten die technisch starken Wilmersdorfer in den vergangenen Jahren unter dem Hallendach stets geglänzt. „Wenn man weiß, wie wir in der Vergangenheit in der Halle gespielt haben und sieht, wie wir uns dieses Jahr präsentieren, dann ist das schon enttäuschend.“
Unabhängig vom Auftreten in der Halle dürfen die Wilmersdorfer aber auf ein tolles Jahr auf dem grünen Rasen zurückblicken: Dem Aufstieg im Sommer folgte eine überragende, in dieser Form nicht zu erwartende Hinrunde in der Berlin-Liga: Mit elf Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen liegt der 1. FC zurzeit auf Platz drei. Mit nur 16 Gegentoren in 18 Partien hat man zudem die stärkste Defensive der gesamten Liga. Doch der sportliche Erfolg weckt Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz und sorgt für Unruhe bei den Wilmersdorfern: So soll Mittelfeldstratege Arber Shuleta bei anderen Klubs hoch im Kurs stehen. Ein Wechsel noch in diesen Tagen scheint möglich. „Wenn andere Vereine Interesse zeigen, ist in der Regel auch Geld im Spiel. Dann können und wollen wir ihn nicht halten“, erklärte Michels, der aber ausschloss, dass Shuleta innerhalb der Berlin-Liga wechseln wird. „Wir haben nicht vor, einen direkten Kontrahenten zu stärken.“

Reinickendorfer Fußballer wollen mit neuen Kräften den Abstieg verhindern

Reinickendorf. Die Fußballer der Reinickendorfer Füchse stehen mit dem Rücken zur Wand: Nach dem Abstieg aus der Oberliga im Sommer droht den Kickern vom Freiheitsweg nun auch der Abstieg aus der Berlin-Liga.
Mit nur drei Siegen, sechs Unentschieden und neun Niederlagen liegen die Füchse nach Abschluss der Hinrunde nur auf Platz 17 der Tabelle. Der Rückstand zu den Nichtabstiegsrängen beträgt bereits jetzt fünf Punkte. Und mit nur 17 erzielten Treffern in 19 Partien haben die Reinickendorfer die wenigsten Tore aller Teams erzielt. Doch die Füchse haben die Zeichen der Zeit erkannt und die Reißleine gezogen: Zunächst musste Trainer Denis Drnda, der stets an sein Team geglaubt hatte, gehen. Der neue Mann an der Seitenlinie heißt seit November Frank Schaaf. Er kam vom Nachbarn VfB Hermsdorf, wo er die A-Jugend trainiert und als Fuechse WebCo-Trainer der Männer fungiert hatte. Doch auch er holte aus vier Partien mit seiner neuen Mannschaft nur einen Punkt. Auch deshalb rüsten die Füchse jetzt in der Winterpause noch einmal kräftig nach: Vom BFC Dynamo kehrt Angreifer und Ex-Fuchs Firat Karaduman nach Reinickendorf zurück. Mit Richard Steiner wird ein weiterer ehemaliger Dynamo-Akteur den Sturm der Füchse künftig verstärken. Mit Sascha Schrödter vom SV Altlüdersdorf wechselt zudem ein weiterer Spieler mit Oberligaerfahrung an den Freiheitsweg. Darüber hinaus haben die Füchse Torwart Philipp Schomanski vom VfB Einheit zu Pankow verpflichtet. Weitere Spieler sind im Gespräch. Im Gegenzug sollen einige Akteure die Reinickendorfer noch vor Rückrundenbeginn verlassen.
Damit bewahrheitet sich aller Voraussicht nach das, was einige Trainer schon vorausgesagt hatten: Der Abstiegskampf in der Berlin-Liga werde in diesem Jahr so hart wie niemals zuvor. Auch, weil Vereine wie die Füchse mit unten drin stehen, die sich einen weiteren Abstieg einfach nicht erlauben dürfen. „Vorsicht vor den Füchsen“, hatte zum Beispiel Olaf Jahn, Trainer vom Frohnauer SC, am Rande des 20. Berlin-Liga-Hallenfußballturniers am 2. Weihnachtsfeiertag in der Sporthalle Charlottenburg, prophezeit. „Ich bin mir sehr sicher, dass dort noch einiges passieren wird und sie sich mit aller Macht gegen einen weiteren Abstieg zur Wehr setzen werden.“ Auch Michael Michels, Trainer vom 1. FC Wilmersdorf, und Erdal Celik, Co-Trainer beim Berliner SC, waren sich sicher, dass ein Abstiegskampf mit den Reinickendorfer Füchsen für die Konkurrenz kein Zuckerschlecken werden wird.

VfB Hermsdorf spielt stark in der Halle – schwere Rückrunde steht an

VfBHermsdorf WebHermsdorf. Die Fußballer vom VfB Hermsdorf haben die erneute Qualifikation für das Hallenturnier der Regional- und Oberligisten in der Sporthalle Charlottenburg am 15. Januar knapp verpasst: Trotz starker Leistungen beim 20. Hallenturnier für Berlin-Ligisten an gleicher Stelle musste sich der VfB erst im Halbfinale dem späteren Sieger VSG Altglienicke mit 1:2 geschlagen geben.
Dabei hatten die Hermsdorfer die rund 2000 Zuschauer am 2. Weihnachtsfeiertag mit streckenweise überragendem Hallenfußball vor allem in der Gruppenphase verzaubert: Der SV Empor Berlin wurde mit 5:0, Stern 1900 mit 4:1 und der TSV Rudow mit 4:0 nahezu aus der Halle geschossen. Niclas Warwel war mit sieben Toren treffsicherster Hermsdorfer. Im Kampf um die Torjägerkrone des Turniers musste er sich aber Patrick Kroll von der VSG Altglienicke, der auch sieben Mal getroffen hatte, in einem Neunmeterschießen geschlagen geben.
Die guten Auftritte des VfB in der Halle täuschen aber nicht darüber hinweg, dass den Hermsdorfern auf dem grünen Rasen eine schwere Rückrunde in der Berlin-Liga bevorsteht: Mit sechs Siegen, zwei Unentschieden und zehn Niederlagen überwintert der VfB auf Platz 14 und hat lediglich vier Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang. Nach dem siebten Spieltag und sechs Niederlagen schien man sich bereits ernsthaft Sorgen um die Nordberliner machen zu müssen. Doch dann berappelte sich die Truppe um Trainer Jörg Schmidt allmählich und begann, Punkte zu sammeln. Vermutlich hat sich hier eine alte Hermsdorfer Philosophie bezahlt gemacht, die auf den Teamgeist, das Gemeinschaftsgefühl und das Vertrauen setzt. Nicht umsonst gelingt es den Hermsdorfern, Jahr für Jahr die Mannschaft im Kern zusammenzuhalten.

Fußballer vom Berliner SC belegen tollen zweiten Platz

Wilmersdorf. Der Berliner SC hat beim 20. Berlin-Liga-Hallenfußballturnier in der Sporthalle Charlottenburg am 2. Weihnachtsfeiertag einen tollen zweiten Platz belegt und sich damit zeitgleich für das größte Berliner Hallenspektakel, das Turnier der Regional- und Oberligisten, am 15. Januar an gleicher Stelle qualifiziert.
Obwohl mit lediglich sechs Spielern angetreten, bot die von Co-Trainer Erdal Celik betreute Truppe des BSC dem großen Favoriten VSG Altglienicke im Finale einen tollen Kampf. Gegen die mit 14 Spielern angereiste Mannschaft der VSG, die somit permanent die Blöcke tauschen konnte, kämpfte die Wilmersdorfer Rumpftruppe aufopferungsvoll, hatte eine Vielzahl von Torchancen, musste sich letztlich aber unglücklich mit 3:4 geschlagen geben. „Hallenfußball soll in erster Linie Spaß machen“, erklärte Celik am Rande des Turniers. „Aber diese Veranstaltung hat auch Tradition und viele Duelle jede Menge Prestige. Deshalb sind meine Spieler mit der notwendigen Ernsthaftigkeit in die Partien gegangen.“BerlinerSC Web
Darüber hinaus sei der Hallenfußball aber auch ideal, um die kurze Winterpause in der Berlin-Liga spielerisch zu überbrücken. Angst, dass der nominell ohnehin kleine Kader des BSC durch Verletzungen zusätzlich gebeutelt werden könnte, hatte Celik indes nicht: „Die meisten Teams hier legen doch großen Wert darauf, den Ball laufen zu lassen und gehen nicht mit übertriebenem Ehrgeiz in die Zweikämpfe. Deshalb ist die Verletzungsgefahr hier nicht größer als auf dem Feld.“
Mit der absolvierten Hinrunde in der Berlin-Liga ist man an der Hubertusallee nicht unzufrieden. Der BSC belegt mit sechs Siegen, drei Unentschieden und neun Niederlagen den 13. Platz und hat zu den Abstiegsrängen fünf Punkte Vorsprung: „Wenn man bedenkt, dass wir aufgrund der personellen Veränderungen im Sommer mit einem Kader von rund 13 Spielern in die Saison gegangen sind, sich die Mannschaft also eigentlich immer von selbst aufgestellt hat, darf man nicht unzufrieden sein.“
17 Spieler hatten im Sommer den Verein verlassen.

Frohnauer SC kämpft zurzeit an mehreren Fronten

FrohnauerSC WebFrohnau. Der Frohnauer SC ist beim 20. Berlin-Liga-Hallenfußballturnier am 2. Weihnachtstag zwar schon in der Gruppenphase ausgeschieden, kann aber dennoch auf eine gute Hallenrunde zurückblicken: Immerhin hatten sich die Frohnauer mit starken Auftritten in der Vorrunde überhaupt erst für das Finalturnier qualifiziert.
„Die meisten meiner Spieler haben jedes Jahr große Lust, in der Halle zu kicken. Deshalb sind wir hier. Und wenn wir kommen, wollen wir natürlich auch das bestmögliche Ergebnis erzielen“, sagte FSC-Coach Olaf Jahn am Rande des Turniers in der Charlottenburger Sömmering-Sporthalle. Nachdem man sich in der Vorrunde am 18. Dezember noch gegen Hertha 03, die Reinickendorfer Füchse, den TSV Rudow und den BSV Hürriyet durchgesetzt hatte, war am 2. Weihnachtsfeiertag gegen Tennis Borussia, den Berliner SC und den späteren Turniersieger VSG Altglienicke Endstation. „Ich mache aber auch keinen  Hehl daraus, dass es für mich viel wichtiger ist, dass sich niemand verletzt hat und niemand durch eine Rote Karte längerfristig gesperrt werden könnte“, ergänzte Jahn.
Letztlich ist der Fußball unter dem Hallendach zwar für die Zuschauer recht schön – die meisten Teams aber sehen in ihm lediglich eine gute Gelegenheit, die kurze Winterpause Fußball spielend zu überbrücken. Auch Olaf Jahn fiebert dem Rückrundenstart auf dem Feld entgegen – nicht aber, ohne noch einmal auf die Vorrunde zurück zu blicken. Sportlich hat der Coach dabei nichts auszusetzen: Das Team spielt in der Berlin-Liga eine gute Rolle und scheint auf dem richtigen Weg, das Saisonziel, den Klassenerhalt, zu erreichen. „Das war, abgesehen vom letzten Spiel (3:9-Niederlage gegen Hertha 03 – Anmerkung der Redaktion), eine stabile Hinrunde meiner Mannschaft“, analysierte Jahn.