Gedenkveranstaltung am 55. Jahrestag des Mauerbaus

Reinickendorf. Zum 18. Mal laden die CDU Kreisverbände Reinickendorf und Pankow am Sonnabend, 13. August am Gedenkkreuz für das Maueropfer Horst Frank an der Klemkestraße zu einer Faber Grosse WebGedenkveranstaltung ein, die in diesem Jahr unter dem Motto „Zeitzeugen berichten über Ihre Flucht, Ihre Gefangenschaft, über die friedliche Wende und den Fall der Mauer“ stehen wird. Ehrengast und Gastredner wird Innensenator Frank Henkel (CDU) sein. Henkel, selbst in der DDR geboren, kam mit seinen Eltern als Jugendlicher im Jahr 1981 nach West-Berlin. Neben Henkel werden Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche und Zeitzeugen reden.
Am 29. April 1962 war Horst Frank bei einem Fluchtversuch genau an diesem Ort angeschossen worden und später im Krankenhaus verstorben. Ihm zu Ehren hatten 14 Jahre später die Kameraden Horst Faber, Uwe Grosse und der bereits verstorbene Christoph Höhnig an dieser Stelle ein Gedenkkreuz aufgestellt, das noch heute an Frank erinnert. „Für meine Freunde und mich war es ein Bedürfnis, dieses Kreuz hier aufzustellen, weil Horst Frank in unserem Alter war und er genau an dem Tag erschossen wurde, an dem ich meinen 21. Geburtstag gefeiert habe“, erklärte Horst Faber seine Beweggründe.

Berlin. In diesem Jahr war alles ein bisschen anders: Kurze Regenschauer, böiger Wind, mäßige Temperaturen. Doch die Laune war bei allen Beteiligten und Zuschauern wie in jedem Jahr richtig Karneval180 Webgut!
Am Pfingstsonntag, 15. Mai, ist zum mittlerweile 21. Mal der Karneval der Kulturen durch Kreuzberg gezogen. 72 Gruppen, rund 5000 Teilnehmer, hatten sich auf den Weg gemacht, um mit Tanz, Musik und unzähligen bunten Kostümen durch die Straßen des Bezirks zu ziehen.
Den Anfang machten 300 Trommler und Tänzer der Sambagruppe „Sapucaiu No Samba“. Die Route führte wie in jedem Jahr von der Urbanstraße, in der sich die Tänzer aufgewärmt hatten, die letzte Schminke auf die Gesichter aufgetragen worden war, und dann los: über den Hermannplatz, die Hasenheide, Gneisenaustraße und Yorckstraße bis zur Möckernstraße. Die Begeisterung und gute Laune unter allen Beteiligten kannten keine Grenzen. Und selbst, als am späteren Nachmittag der Regen kam, riss die Stimmung nicht ab. Einige Teilnehmer trugen Jeans und Jacken unter ihren Kostümen, hielten Regenschirme hoch, hatten Capes dabei. Etwa 550.000 Besucher säumten die Straßen. Rund 600.000 Besucher kamen zum viertägigen Straßenfest auf den Blücherplatz.
Sie alle wissen längst: Wer die Notwendigkeit des Karnevals für den Bezirk, die Stadt, die Menschen nicht erkennt, hat weder Herz noch Verstand.

Unterschriftenaktion zum Erhalt der Sporthallen für den Schul- und Vereinssport

Reinickendorf. Sieben Vereine aus dem Bezirk haben gemeinsam mit vier weiteren Sportklubs und -verbänden die „Initiative Integration durch Sport – Sporthallen für den Schul- und Vereinssport erhalten“ ins Leben gerufen. Im Rahmen einer Unterschriftenaktion ist ein Volksbegehren gestartet worden, das eine Gesetzesänderung herbeiführen soll: Fortan soll die Beschlagnahmung von Sporthallen dann nur noch im Katastrophenfall möglich sein.
Beteiligt an dieser Aktion sind der TSV Berlin-Wittenau, der VfB Hermsdorf, die Füchse Berlin, der 1. FC Lübars, der SV Berliner Bären, der VfL Tegel und die Berliner Wasserratten. Die Beschlagnahmung der Hallen sei „eine Fehlentwicklung, zumal es geeignetere Lösungen gäbe“, heißt es aus Kreisen der Initiative. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass nicht weiter Schüler, Flüchtlinge und Sportler gegeneinander ausgespielt werden“. Zurzeit sind immer noch über 60 Sporthallen in Berlin von Flüchtlingen belegt. In diesen Tagen sollen nun die ersten fünf Hallen wieder frei gemacht werden. Sozialsenator Mario Czaja (CDU) teilte unlängst auf Anfrage mit, dass alle Hallen bis Ende August geräumt, rückgebaut und saniert sein sollen. Aus der zuständigen Senatsverwaltung ließ man umgehend verlauten, dass eher davon auszugehen sei, dass alle Hallen Ende des Jahres wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen werden – vorausgesetzt allerdings: die Zahl der ankommenden Flüchtlinge bleibt so gering wie zurzeit.

TSV Berlin-Wittenau veranstaltet Große-TSV-Fahrrad-Rallye

Wittenau. Waren Sie eigentlich auch schon mal mit dabei? Nein? Dann los! Am Sonntag, 1. Mai veranstaltet der TSV Berlin-Wittenau seine Große-Fahrrad1 WebTSV-Fahrrad-Rallye quer durch den wunderschönen grünen Bezirk. Start und Ziel ist – wie in jedem Jahr – die Familienfarm Lübars.
Die jährlich wachsende Teilnehmerzahl von Menschen im Alter von fünf bis 80 Jahren, die erfahrungsgemäß nicht nur aus dem Bezirk, sondern aus ganz Berlin und sogar aus Brandenburg kommen, spricht dafür, dass sich inzwischen viele Familien die Fahrrad-Rallye als gemeinsamen Ausflug fest in ihre Jahresplanung integriert haben. Dabei geht es keineswegs um Tempo oder Wettbewerb – ganz im Gegenteil: Groß und Klein starten in der Zeit von 11 bis 12 Uhr einzeln oder in der Gruppe ganz gemütlich auf der Familienfarm Lübars, um einer empfohlenen Streckenführung folgend auf einer Distanz von 38 Kilometern Reinickendorf zu entdecken: Über Fahrradwege und durch den Wald, an Wiesen und Feldern vorbei, am Fließtal entlang, über den alten Mauerweg hinweg und natürlich auch längs des Tegeler Sees – nicht nur für jeden, der zum ersten Mal mitmachen wird, gibt es sehr viel zu entdecken.